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ARTIST-IN-RESIDENCE

im Salettl am Gemeinschaftshof

Copyright_ Klaus Bauernfeind

Foto: Klaus Bauernfeind

Wer: internationale und österreichische Künstler:innen

Sparten: Bildende Kunst / Literatur / Tanz / Performance / Illustration …

Dauer: 27. Juni – 17. Juli 2022; 18. Juli – 7. August 2022

Dotierung: Zwei Stipendien zu je € 1.500,-

 

 

Ausgangslage

Mit dem Gemeinschaftshof der Kleinen Stadt Farm am Naufahrtweg in Wien, Donaustadt, wird in den letzten Jahren ein besonderer Ort als neues soziales Zentrum im 22. Bezirk aktiviert, bespielt und einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Seit 2012 finden sich zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen am Gemeinschaftshof zusammen, welche sich mit Fragen von Community Made Agriculture und nachhaltiger Ernährung, mit der partizipativen Gestaltung unseres Lebensraums, mit tiergestützter Pädagogik sowie mit künstlerischen, handwerklichen, und sozialen Ansätzen für eine nachhaltige Entwicklung beschäftigen.

Heute ist die "Kleine Stadt Farm - Verein zur Förderung des Gemeinwohls“ ein Zusammenschluss von rund 25 ökologischen und sozialen Organisationen und Kulturschaffenden, an denen rund 500 Menschen beteiligt sind. Der Gemeinschaftshof wird gemeinsam verwaltet, bespielt und bewirtschaftet – das meiste davon mit großem ehrenamtlichen Engagement. Das Angebot und die bisherigen Aktivitäten werden jeweils in hohem Maße niederschwellig konzipiert und umgesetzt.

Das Salettl am Gemeinschaftshof wurde ursprünglich als Bildungsort für ökologischen Landbau konzipiert und gebaut. Heute soll es zu einem Kultur-, Bildungs- und Veranstaltungszentrum für nachhaltige Entwicklung werden. Mithilfe von künstlerischen und kulturellen Aktivitäten und Angeboten soll ein Ort des Austausches geschaffen werden, der das große Potenzial der Initiativen, Aktivitäten und Netzwerke der Kleinen Stadt Farm für sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung aufgreift, erweitert und über den Gemeinschaftshof hinaus, in die Nachbarschaft, den Bezirk und die Stadt trägt.

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Residenzprogramm

Das Salettl Residenzprogramm findet 2022 zum ersten Mal statt und verfolgt das Ziel, Künstler:innen die Möglichkeit zu bieten, in direkten Dialog mit der Gemeinschaft der Kleinen Stadt Farm und der umgebenden Natur zu treten um vor Ort ein Projekt zu entwickeln. Sowohl während als auch gegen Ende der Residenz gibt es die Möglichkeit, den künstlerischen Prozess und die erarbeiteten Ergebnisse zu präsentieren und in Austausch mit den Menschen vor Ort zu bringen.

Das Programm richtet sich an professionelle Künstler:innen, deren Arbeiten einen interdisziplinären und spartenübergreifenden Ansatz erkennen lassen und die sich mit Themen der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Der thematische Fokus der Residenz soll sich an das Jahres-Schwerpunktthema der kulturellen Aktivitäten im Bezirk Wien, Donaustadt „Nähe und Distanz“ anlehnen. Wir laden dazu ein, dieses Schwerpunktthema aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu bearbeiten und künstlerisch umzusetzen. Hierfür werden zwei jeweils dreiwöchige Residenzen im Salettl am Gemeinschaftshof der Kleinen Stadt Farm vergeben. Inkludiert sind der Wohn- und Arbeitsplatz im Salettl sowie ein Stipendium von € 1.500,- pro Residenz.

Wichtig ist es uns zu erwähnen, dass Sexismus, Homophobie, Transphobie, Rassismus, Ableismus, Nationalismus, Antisemitismus oder andere Diskriminierungen und ähnliche Ideologien keinen Platz bei uns haben.

Wir wollen auch ausdrücklich Familien dazu ermuntern sich zu bewerben. Kinder sind auf der Kleinen Stadt Farm herzlich willkommen.

Unterkunft

Die Künstler:innen wohnen und arbeiten im Salettl am Gemeinschaftshof, welches das restliche Jahr über als Veranstaltung und Kulturort von der Hofgemeinschaft genutzt wird. Die 160 qm Fläche des Salettls bieten Platz zum Arbeiten, einen abtrennbaren Wohn- und Schlafbereich, eine voll ausgestattete Küche, WiFi und ein WC mit Waschbecken. Das Badezimmer und die Waschmaschine befinden sich im Haupthaus und werden mit den Bewohner:innen des Haupthauses geteilt.

Der Gemeinschaftshof befindet sich in der Nähe des Nationalparks Lobau-Donauen. Am Gelände arbeiten Menschen in unterschiedlichen Initiativen und Projekten. Es leben einige Tiere am Hof und es gibt Naturbademöglichkeiten. Eine gute Anbindung zur Stadt ist über die U2 und Buslinien sowie über eine attraktive Radwegeverbindung (Donauinsel, Prater) gegeben.

Kosten für die Künstler:innen

Für die Unterkunft des/der Künstler:in fallen keine Kosten an. Künstler:innengruppen zahlen jedoch einen Aufpreis von 50 Euro pro Person. Partner:innen/Familienmitglieder zahlen einen Aufpreis von 250 Euro pro Person. Kinder bis 12 Jahre können ohne Aufpreis mitgenommen werden.

Die Stipendien von jeweils € 1.500,- dienen auch für die anfallenden Aufwendungen der Künstler:innen (z.B. An und Abreise, Materialkosten, Verpflegung)

 

Bewerbungsprozess

Der Bewerbungsprozess endet mit 24. April 2022.

Bewerbungen müssen folgende Unterlagen enthalten:

  • Kontaktdaten (Name, Adresse, Mailadresse, Telefonnummer, ggf. Internetpräsenz

    Webseite/soziale Medien)

  • aussagekräftiges Portfolio (PDF)

  • Lebenslauf (max 2 Seiten)

  • detaillierte Beschreibung des Vorhabens, das während der Residenz umgesetzt werden soll

    (max. 2 Seiten)
    Die Bewerber:innen werden Ende April von dem Ergebnis der Ausschreibung benachrichtigt.

 

Auswahlkriterien

  • Bezug zur Themenstellung

  • Bezugnahme auf den Ort des Gemeinschaftshofs der Kleinen Stadt Farm in Wien, Donaustadt - Nachvollziehbare Darstellung der Ideen für eine Präsentation der künstlerischen Arbeit

  • Künstlerische Qualität

 

Bewerbungen und Rückfragen bitte an:

Copyright_ Klaus Bauernfeind
Copyright_ Klaus Bauernfeind

Fotos: Nikolai Ritter

Gefördert und ermöglicht durch den Bezirk Donaustadt

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